Vitamin D – Gesunder Stoffwechsel dank des Sonnen-Vitamins

Sonnenlicht spendet uns Wärme, entspannt die Muskulatur und bringt einen natürlichen Sonnenschutz dank angenehmer Bräune. Unser gesamtes Wohlbefinden wird über einen funktionierenden Stoffwechsel definiert. Dies liegt zu einem großen Teil an Vitamin D, welches in der Haut eines jeden Menschen produziert wird, sobald ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht. Seit dem 10. April ist der Sonnenstand dafür entsprechend gegeben. Doch was genau macht Vitamin D so besonders? Und wie stellen wir unserem Körper auch in den Wintermonaten ausreichend davon zur Verfügung?

Vitamin D beeinflusst nahezu alle Stoffwechselprozesse in unserem Körper

Vitamin D, auch Calciferol genannt, gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und ist zusammen mit Calcium sowie Vitamin K einer der Hauptverantwortlichen für die Knochengesundheit. Es reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt, da es für die Calcium-Aufnahme aus dem Darm und den Calcium-Einbau in die Knochen sorgt. Eine geregelte Calcium-Aufnahme sorgt wiederum für eine geregelte Magnesium-Aufnahme. Das heißt im Umkehrschluss: Kein Magnesium ohne Calcium, kein Calcium ohne Vitamin D und Vitamin K.

Vitamin D kann eine Arteriosklerose vorbeugen und den Blutdruck senken. Es aktiviert außerdem Abwehrzellen (sogenannte T-Lymphozyten), die sich daraufhin auf die Suche nach Erregern machen. Ausreichend Vitamin D sorgt ebenfalls dafür, dass bestimmte Umweltgifte, wie z.B. Blei, nicht in den Organismus eingelagert werden können. Im Labor zeigt Vitamin D eine stark wachstumshemmende Wirkung auf Tumore, vor allem auf Prostatakarzinome, Mamakarzinome, Bronchialkarzinome, Kolo-Rektal-Karzinome, maligne Lymphome und Melanome. Auch fand man heraus, dass sich im Gehirn Vitamin D-Rezeptoren finden, sodass auch für die Versorgung dieser Regionen gesorgt werden muss. Dazu fallen bereits Vermutungen, dass Vitamin D sogar etwas mit der Vorbeugung von Schlaganfällen und Parkinson zu tun haben könnte.

Die Bereiche, in denen Vitamin D in unserem Körper wirkt, sind extrem vielschichtig. Daher ist bei nahezu allen chronischen Krankheiten die Frage, ob dem Körper ausreichend natürliches Sonnenlicht zugeführt wird, nicht zu vernachlässigen.

Am 10. April beginnt die Produktion des Sonnen-Vitamins

An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig Vitamin D und damit das Sonnenlicht auf unseren Stoffwechsel ist. Daher sollte in den Frühjahrs- und Sommermonaten ausreichend Zeit an der frischen Luft eingeplant werden, um die für den Vitamin D-Stoffwechsel benötigte UVB-Strahlung der Sonne einzufangen. In entsprechenden Zeitabständen können regelmäßige Sonnenbäder in den Morgen- oder Abendstunden wahre Wunder wirken. Seit einigen Tagen ist der Sonnenstand entsprechend hoch, damit die Zellen unter der Haut Vitamin D produzieren können. Am 10. April schreibt die Thüringer Allgemeine dazu:

Der lange Winter ist vorbei – heute ist der D-Day. Das Datum steht in keinem Kalender und ist für unsere Gesundheit dennoch bedeutsam: Ab jetzt steht die Sonne mittags hoch genug am Himmel, um die körpereigene Produktion von Vitamin D optimal anzukurbeln. (…) In der Medizin gelten etwa 30 Nanogramm pro Milliliter als unterer Grenzwert, sagen Experten. Bestimmen lässt sich das mit einem Bluttest. Ist der Wert im Blut über Jahre zu niedrig, kann das dramatische Folgen haben. (…) Knapp fünf Monate bleiben nun bis zum 5. September, dem Tag, an dem die Sonne es bis zum nächsten Jahr nicht mehr hoch genug hinauf schafft, damit wir uns selbst mit dem Sonnenvitamin versorgen können.

Wichtig dabei ist die Verwendung eines natürlichen Sonnenschutzes. Gängige Sonnencremes beinhalten viele Inhaltsstoffe, welche der Gesundheit nicht unbedingt förderlich sind (u.a. Aluminiumsalze und Mineralöle). Ab einem Lichtschutzfaktor der Stufe 15 wird das Einwirken der ab einem gewissen Grad schädlichen UVA-Strahlung gedrosselt. Doch auch die für die Produktion des Sonnen-Vitamins wichtige UVB-Strahlung wird dabei blockiert. Dies wiederum führt dazu, dass die Haut gegenüber der Sonnenstrahlung empfindlicher reagiert.

Für einen natürlichen Sonnenschutz ist der Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse unerlässlich. Eine hohe Dichte an Antioxidantien und vor allem Beta-Carotin ist ein natürlicher Sonnenschutz. Auf die Haut aufgetragenes Aloe-Vera oder auch Kokosöl verhindern Sonnenbrand, ohne dabei die wichtige UVB-Strahlung abzublocken. Das regelmäßige Aufhalten an der frischen Luft – auch im Schatten – verstärkt generell den natürlichen Sonnenschutz. Bei all den Dingen spielt natürlich auch der Hauttyp auch eine Rolle. Und auch wenn uns viele Ärzte oder Beiträge über Hautkrebs etwas Anderes suggerieren: Prinzipiell sollte unsere Sonne nicht als etwas Gesundheitsschädliches angesehen werden.

Am 5. September endet die Produktion des Sonnen-Vitamins

Ab dem 5. September ist der Sonnenstand bereits so niedrig, dass die Vitamin D-Produktion unter der Haut nur noch unzureichend oder gar nicht mehr stattfindet. Was viele dabei nicht wissen: Vitamin D kann dem Körper auch über die Nahrung zugeführt werden. Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitamin D sind Lachs, Hering, Makrele, Leber sowie Avocados und Pilze. Etwas weniger steckt in Eiern, Butter, Margarine und Milch.

Über die Winterzeit sind Nahrungsergänzungsmittel durchaus hilfreich. Dabei sollte jedoch immer auf den natürlichen Komplex aus Vitamin D und Vitamin K geachtet werden. Wenn Ihr generell mehr darüber erfahren wollt, dann schaut einmal in meinen Beitrag über Nahrungsergänzungsmittel. Wichtig: Wenn Ärzte Vitamin D verordnen, ist dies meist Vitamin D2, eine synthetische und gleichzeitig recht uneffektive Variante des natürlichen Vitamins. Bei einer Nahrungsergänzung sollte man daher auf Vitamin D3 (Cholecalciferol) achten.

Sonnenlicht als „Grundnahrungsmittel“ essentiell

Neben Sauerstoff und Wasser gehört das natürliche Sonnenlicht zu unseren „Grundnahrungsmitteln“. Eine chronische Unterversorgung führt über die Jahre zu gesundheitlichen Störfeldern in allen Bereichen. Daher sollten Frühling und Sommer intensiv genutzt werden, um die Vitamin D-Depots aufzufüllen. In den späten Wintermonaten kann auf entsprechend hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn man auch im Sommer stets in geschlossenen Räumen (Büro, Auto etc.) unterwegs ist.

Heute nehmen viele Menschen unsere Sonne als Störfaktor oder gar „Feind“ wahr. Dabei könnte nichts falscher sein als dieser Gedanke. Denn gerade durch das Abschotten von unserem natürlichen Taktgeber werden wir anfälliger für Sonnenbrand und Hautirritationen. Eine gesunde Dosis Sonnenlicht gehört zu einem gesunden Leben dazu und ist heute umso wichtiger, da wir uns (teilweise durch den westlichen Lebensstandard bedingt) immer weniger an der frischen Luft aufhalten.

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