Treffen in Brüssel zur aktuellen EU-Agrarpolitik

In einem Treffen in Brüssel zur aktuellen EU-Agrarpolitik haben am 6. März 2017 diverse Politiker, darunter auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, zum Thema EU-Agrarpolitik in Brüssel getagt. Mehr als 150 zivilgesellschaftliche Organisationen schlossen sich für dieses Treffen zusammen. In einen Appell haben rufen sie zu einer gerechteren, nachhaltigeren und gesünderen Agrarpolitik auf.

Naturschutzbund fordert nachhaltigere und gesündere Agrarpolitik

Über 150 zivilgesellschaftliche Organisationen schenken einem politischen Treffen Aufmerksamkeit. Darunter Oxfam, BUND und WWF. Dies ist ein Zeichen, dass ein hoher Bedarf an Veränderung besteht. Dazu berichtet der Naturschutzbund NABU über das kürzlich abgehaltene Treffen in Brüssel:

Anlässlich des heutigen Ministertreffens in Brüssel zur Zukunft der EU-Agrarpolitik fordert der NABU Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und seine EU-Kollegen auf, nicht länger eine gescheiterte und schädliche Politik schönzureden. Die Folgen dieser lobbygeleiteten Förderpolitik bekommen viele Landwirte und die Natur nämlich jeden Tag schmerzlich zu spüren, denn die ländlichen Räume sind nicht zukunftsfähig, wenn die Bäuerinnen und Bauern gezwungen sind, immer mehr aus ihrem Boden herauszuholen – und ein naturverträglicher Anbau dagegen nicht belohnt wird. Die früher häufigen Tier- und Pflanzenarten wie Rebhuhn, Feldlerche oder Kornblume verschwinden, Grundwasser und Klima werden belastet.

Ein Treffen in Brüssel zur aktuellen EU-Agrarpolitik ist nicht unbedingt etwas Besonderes. Dass eine derartig hohe Zahl an Organisationen den zumeist langwierigen Veränderungsprozessen Nachdruck verleiht, ist selten. Es ist aber auch endlich Zeit dafür. Über die Agrarpolitik sind weitreichende Verbesserung, angefangen bei der Qualität der Ackerböden über den Anbau gesünderer Lebensmittel bis hin zu Verunreinigungen im Trinkwasser, überhaupt erst möglich. Den Appell inklusive einer Auflistung aller Unterstützer könnt Ihr hier nachlesen.

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