Smart-Pills und Nanobots – Die Zukunft der Schulmedizin

Im Bereich der Alternativmedizin haben sich altbekannte Hausmittel, natürliche Vitalstoffkombinate, Pflanzenextrakte oder auch homöopathische Mittel bewährt. Die Schulmedizin dagegen baut die „Technologien der Zukunft“ weiter aus. So sollen den Patienten bald über Smart-Pills und Nanobots geholfen werden. Dies mag fortschrittlich und wichtig erscheinen, doch am Ende fördert es weiterhin die Bekämpfung von Symptomen anstelle der Ergründung von Ursachen. Ein Kompromiss aus beiden Extremen ließe sich dabei sehr gut zu einem großen Ganzen verbinden.

Wenn Smart-Pills und Nanobots Menschen heilen sollen

Es ist schon faszinierend, was bestimmte Technologien in diesem Jahrhundert zu leisten imstande sind. Messgeräte werden sensibler, Früherkennungen aussagekräftiger und die Möglichkeiten, ein Krankheitsbild zu identifizieren und zu neutralisieren, immer technologischer. Doch auf der anderen Seite leiden immer mehr Menschen an den Nebenwirkungen ihrer Medikamente, werden zum Opfer von „schnellen Behandlungen“ oder leiden trotz verschiedener Therapien weiterhin.

Trotz – oder gerade wegen – des technologischen Fortschrittes bleiben noch immer viele ursächliche Hintergründe von Krankheiten unerkannt. Stattdessen wird wie in der Vergangenheit mit den Symptomen der Krankheiten gearbeitet, nur das dabei die Technik schneller analysieren kann und im Gesamtpaket moderner aussieht.

Die Webseite Deutsche Wirtschafts Nachrichten berichtete schon vor gut drei Jahren: Das Google Lab entwickelt ein tragbares Gerät, das in Verbindung mit Nano-Pillen Krankheiten im Körper diagnostizieren kann. Dazu wird eine Kapsel mit winzigen Partikel eingenommen, die abnorme Zellen wie Krebs aufspüren. Die Informationen der Nano-Teilchen werden via Fernsteuerung ausgewertet.

Krebs heilen – aber nur mit Eigenverantwortung

Ein sehr gutes Beispiel für den im wahrsten Sinne stattfindenden „Fort-Schritt“ von den natürlichen Begebenheiten sind die sogenannten Nanobots. Sie sollen in der Zukunft „abnorme Zellen“, im besten Fall bereits präventiv, aufspüren, sodass diese über nachfolgende Therapien neutralisiert werden können. Auf der Ebene der Symptombekämpfung wäre dies tatsächlich ein großer Gewinn. Im Sinne der Natur und der Ergründung der Ursachen ist es dies sicherlich nicht. Denn wie kommt es überhaupt dazu, dass sich eine Krebszelle – die jeder Mensch und nahezu jedes Tier im Körper besitzt – „abnormal“, also wuchernd, verhält? Diese Frage wird auch durch den Einsatz moderner Technik nur unzureichend beantwortet.

Die IT- und Technik-Seite Golem.de geht da noch einen Schritt weiter: Lange waren sie nur eine Vision, mittlerweile gibt es sie: Nanobots. Sie sind keine kleinen Roboter, sondern winzige Röhren aus DNA, die schon bald Krankheiten wie Krebs heilen sollen. Und Forscher denken bereits noch viel kleiner.

Die Suche nach einem Mittel, welches im Vorfeld auffällige Zellen erkennt oder Krebs heilen kann, findet seit Jahrzehnten statt. Gleiches gilt für AIDS und andere „Geißeln“ der Menschheit. Bis heute ist jedoch kein wirkliches Ergebnis zu sehen. Die Lösung für eines der am meisten verbreiteten Krankheitsbilder namens Krebs wird seit den 60ern stets immer weiter in die Zukunft verschoben. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es in diesem und nächsten Jahrzehnt anders sein soll. Aber selbst wenn: Die Ursachen würden auch hierbei weiterhin unbegründet bleiben. Tatsächliche Vorbeugung (Prävention) und Früherkennung stellt eine die Symptome unterdrückende Medikation zu keiner Zeit dar. Hier bedarf es immer auch Aufklärung darüber, wie Krebs entsteht und welche Maßnahmen wir heute von Geburt an nutzen sollten, um ein Entstehen einer jeglichen (chronischen) Krankheit zu verhindern.

Schulmediziner erkennen dies immer öfter und bieten sogar alternative Behandlungen an. Diese müssen jedoch oftmals ohne Beteiligung der Krankenkassen durchgeführt werden. Zudem erscheinen vielen Patienten die möglichen Alternativen in der Behandlung unlogisch oder sogar als gefährlich, wenn sie sich selbst nicht darüber hintergründig informieren.

Operationen sollten immer die letzte Option sein

Pillen, Pulver, Spritzen – wenn diese oftmals vorsorglich angewandten Präparate ihren oberflächlichen Zweck verfehlen und für eine durchaus sinnvolle Therapie keine Zeit bleibt, kommt es zur Operation. Oftmals verschlimmbessern sich dabei gesundheitliche Aspekte. In den letzten Jahren kamen immer häufiger Patienten auf den OP-Tisch, obwohl eine Operation – auch unter schulmedizinischer Betrachtung – nicht notwendig war und in manchen Fällen krankheitsfördernd endete.

Das Online-Magazin Welt Online berichtete: Kaum irgendwo wird so viel operiert wie in Deutschland. Viele Klinikchefs weisen ihre Ärzte an, möglichst viele Eingriffe vorzunehmen – die bringen am meisten Geld. Manch Mediziner gibt entnervt auf. (…) Mit wem man auch spricht, Pflegern, Ärzten, Funktionären von Medizinerverbänden und Krankenkassen – alle sind sich einig, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Dass es schon lange nicht mehr darum geht, was das Beste für den Patienten ist. Die Bundesregierung tut bisher so, als gehe sie das alles nichts an.

Langfristig heilen können wir uns nur selbst

Es kommt heute stärker denn je auf jeden Einzelnen an. Nur wer sich seiner individuellen Beschaffenheit bewusst ist, kann eigenverantwortlich beginnen, die Ursachen für seine Krankheitsbilder zu ergründen. Darüber hinaus ist es wichtig, den gegebenen Alternativen eine Chance zu geben. Auch wenn ganzheitliche Ansätze oder alternative Therapieformen für viele Menschen im ersten Moment befremdlich erscheinen, lohnt sich ein Versuch. Es gibt zahlreiche Bücher, Erfahrungsberichte und Dokumentationen, welche weitreichende Informationen preisgeben. An dieser Stelle ist es an jedem selbst, sich dauerhaft für die eigene Gesundheit und mögliche regenerative Prozesse zu motivieren. Dass die Schulmedizin dabei trotzdem eine große Rolle spielt, ist richtig und wichtig. Der Hang zu immer technologischeren Prozessen sprengt nicht nur Krankenkassen-Budgets, sondern begräbt auch die Ursachenforschung immer tiefer.

Ein Lösungsansatz wäre, dass sich der technologisch-analytische Aspekt der Schulmedizin stärker mit den präventiven und alternativen Denk- und Behandlungsansätzen der ergänzenden Alternativmedizin verbindet. In jedem Fall sollte ein Patient nicht vorschnell und in eigener Verantwortung handeln. Dies schließt das Informieren über Möglichkeiten zur Genesung und präventiven Erhaltung der Gesundheit aus allen Bereichen ein.

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