Natur- & Umweltschutz – Konsumverhalten schließt Nachhaltigkeit nicht aus

Täglich wird uns über diverse Nachrichtenportale der fortschreitende Prozess der Belastung und Zerstörung unserer Umwelt gezeigt. Auch wenn nach neuen Erkenntnissen einige Prozesse nicht mehr oder nur noch sehr schwer umzukehren sind, stehen wir als schöpfende Lebewesen dieses Planeten nun umso mehr in der Pflicht. Über das eigene Konsumverhalten kann jeder Einzelne von uns einen enorm großen Beitrag dafür leisten. Dadurch kann sich unsere Natur regenerieren und bleibt uns auch in Zukunft erhalten.

Konsumverhalten – Jeder von uns entscheidet jeden Tag aufs Neue

Keine Politik und keine Gesetze der Welt können in Kürze das verändern, was für eine gesunde Regeneration unserer Umwelt benötigt wird. Es ist unser persönliches Konsumverhalten, welches den größten Einfluss auf unser Ökosystem hat. Es bestimmt die Richtung regionaler und globaler Geldkreisläufe. Wollen wir eine Entlohnung an jene Firmen zahlen, die auf Gewinnmaximierung durch Billigproduktion, Kinderarbeit und die Verwendung synthetischer Inhaltsstoffe ausgerichtet sind? Oder möchten wir Hersteller und Firmen unterstützen, welche mit guten Gedanken produzieren und die förderliche Entwicklungen vertreten?

Während die Diskussion um ein Kohlekraftwerk am Great Barrier Reef noch immer nicht vom Tisch ist, sind aufgrund des wachsenden Massenanbaus immer häufiger Lebensmittel vom Aussterben bedroht. Pflanzen- und Tierarten sterben aus, von denen wir noch nicht einmal gewusst haben, dass sie existieren. Ein normaler Lauf der Dinge? In Zeiten von weltweiten Systemzwängen und einer globalisierten Wirtschafts-Lobby mag dies stimmen. Doch ist es richtig, so mit dem größten Schatz der Menschheit umzugehen? Die Natur kann ohne Menschheit auskommen, umgekehrt wird dies jedoch zum Problem. Wer etwas anderes behauptet, verdeutlicht das derzeitige Stadium ehemaliger Hochkulturen, welche durch Arroganz und Ignoranz den eigenen Untergang nicht kommen sahen.

Wir können dies heute ganz anders lösen. Unser technologischer Fortschritt steht nicht in Konkurrenz zur Natur, sondern kann sich immer häufiger mit ihr vereinen. Durchaus ein gutes Zeichen für unsere Zukunft.

Möglichkeiten gibt es viele und nicht alle müssen genutzt werden

Durch den Kauf biologisch erzeugter Lebensmittel, zertifizierter Naturkosmetik oder ökologischen Reinigungsmitteln reduziert jeder Verbraucher zum einen die Schadstoffbelastung im heimischen Haushalt. Zum anderen gelangen so wesentlich weniger Schadstoffe zurück in unsere Umwelt. So bekommen nährstoffarme und übersäuerte Böden, aber auch Seen und Flüsse Zeit zum Regenerieren. Dies wiederum hat einen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt und damit nicht zuletzt auf die Gesundheit eines jeden Menschen.

Im Bio-Bereich werden die Herstellungs- und Anbauverfahren völlig anders gehandhabt als im konventionellen Bereich. So begünstigt der geringere Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Verwendung natürlicher Düngervarianten, einen geringeren Schadstoffausstoß in den Unternehmen, die Nutzung alter Regeln der Agrarwirtschaft usw., dass Mensch und Tier besser behandelt werden und ein natürlicher Ausgleich in Bezug auf unser Ökosystem stattfindet.

Dabei muss es nicht immer Bio sein. Viele Hersteller produzieren unter teils strengeren Richtlinien, können oder wollen sich aber keine Bio-Zertifizierung leisten. Dies betrifft besonders kleinere, regionale Hersteller. Hier sollte man sich also generell mit der Firma beschäftigen und einen Blick auf die Inhaltsstoffliste der angebotenen Produkte werfen.

Doch keine Panik: Es gibt so viele Möglichkeiten über die Wahl unserer Lebensmittel oder Haushaltswaren hinaus. Niemand sollte ein schlechtes Gewissen haben, wenn er „sündigt“. Im Gegenteil: Wer vieles richtig macht und bewusst mit der Kraft des Konsums umgeht, der kann besser einschätzen, was für unsere Umwelt förderlich ist oder was für das eigene Seelenwohl gebraucht wird.

Es betrifft alle Bereiche unseres Lebens

Doch nicht nur bei Lebensmitteln und Haushaltswaren gibt es massig gesundheitsfördernde und umweltfreundliche Möglichkeiten. Es beginnt beim Nutzen von Stofftüten statt Plastikbeutel und hört auf bei der Wahl eines Stromanbieters, welcher Strom aus regenerativen Quellen bezieht. Bei der Wahl des Autos, des Handys bis hin zu der Kleidung, die man trägt, können wir mitwirken.

Mit unserem Kauf- und Konsumverhalten können wir unsere Umwelt schonen und zur Regeneration des gesamten Ökosystems beitragen. Als Quelle dafür, dass wir als Menschheit auch in Zukunft von einer friedlichen und gesunden Natur umgeben sind, sollte uns das mehr als ein paar flüchtige Gedanken wert sein.

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