Monsanto und BAYER – Eine Million Unterschriften gegen Glyphosat

Die Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel hat ungeahnte Folgen für unser Ökosystem und damit auch für den Menschen. Monsantos Chemiepaket Roundup, welches Glyphosat beinhaltet, greift direkt in die Natur ein. Seit dem Jahr 2015 ist bestätigt, dass Glyphosat mit dem teils flächendeckenden Aussterben der Bienen in Zusammenhang steht. In China gibt es sogar Landstriche, wo Menschen mit kleinen Pinseln Pflanzen per Hand bestäuben müssen, da die natürliche Bestäubungsmethode über die Bienen nicht mehr funktioniert. Eine Million Unterschriften gegen Glyphosat sammelt jetzt das Umweltinstitut München e.V. und möchte Glyphosat endgültig aus den Regalen der Unternehmen, Händler und Hobbygärtner entfernen.

Glyphosat gehört nicht in unser Ökosystem

Vor knapp einem Jahr hatte die Heinrich-Böll-Stiftung eine zivile Studie durchgeführt und veröffentlicht. Aus dieser ging unter anderem hervor, dass nahezu jeder Mensch mit Glyphosat belastet ist. Dies betrifft im Besonderen Kinder, da deren Abwehr und Toleranzgrenze gegenüber Schadstoffen noch nicht so hoch ist. An diesem Punkt setzt das Umweltinstitut München e.V. an. Aus dem aktuellen Newsletter geht hervor:

Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Pestizid weltweit. Allein in Deutschland werden jährlich rund 6000 Tonnen davon ausgebracht. Das Mittel ist allgegenwärtig: Es ist in Nahrungsmitteln, wie Brot und Bier genauso zu finden, wie in unserem Körper und in unserer Umwelt. Dabei ist das Ackergift alles andere als unbedenklich. Glyphosat gilt als wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd und trägt wesentlich zum Rückgang der Artenvielfalt bei. (…) Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen starten wir deshalb heute eine Europäische Bürgerinitiative, mit der wir ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden fordern. (…) Dank unserer bisherigen Proteste konnten wir im letzten Jahr erreichen, dass die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat nicht wie geplant um 15 Jahre erneuert hat, sondern lediglich die bisherige Zulassung provisorisch bis Ende 2017 verlängerte. Dann wird erneut über die Zukunft von Glyphosat entschieden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt nicht in unserem Engagement nachlassen.

Eine Million Unterschriften gegen Glyphosat

Eine Million Unterschriften klingt erst einmal nach einer ganzen Menge. Doch bedenke man, dass dies nicht einmal ein halbes Prozent Europaweit sind. Jeder 200. EU-Bewohner reicht aus, um über die eine Million zu kommen. Dann gäbe es gute Chancen, Glyphosat schnellstens zu verbieten. Weitere Informationen zum Hintergrund und Vorhaben des Umweltinstituts bekommt Ihr auf der offiziellen Seite. Mit Eurer Stimme könnt Ihr die Aktion unterstützen.

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