Gesundheitsreport: Psychische Belastungen erreichen Höchststand

Die Techniker Krankenkasse hatte bereits mit der Veröffentlichung des Gesundheitsreport 2013 brisante Informationen aufgezeigt. Vor allem in den Bereichen psychische Belastungen und mentale Krankheitsbilder war damals ein enormer Zuwachs zu verzeichnen. Bis heute hat sich dieses Bild nur leicht verändert. Zwar sind zwischenzeitlich in einigen Bereichen Rückgänge zu verbuchen, doch ist tendenziell immer noch ein Anstieg zu verzeichnen. Aus den Zahlen des Gesundheitsreport 2015 geht hervor, dass Krankschreibungen in den Unternehmen zurückgehen. Dies geschieht oftmals nur deshalb, weil Arbeitnehmer keinen Krankenschein einreichen. Arbeitnehmer weichen mittlerweile öfters auf Urlaubstage aus oder gehen unter der Einnahme von Medikamenten weiter auf Arbeit.

Ärzte reagieren zu spät, Krankschreibungen bleiben aus

Die Tendenz der letzten Jahre spricht eine deutliche Sprache. Allein im Jahr 2012 wurden über 230.000 Menschen trotz Beschwerden zurück an den Arbeitsplatz verwiesen. Doch weshalb ist das so? Viele Menschen kennen es auch eigener Erfahrung: Ist mit Messinstrumenten keine Beschwerden sichtbar und tritt über Medikamente keine Verbesserung der Symptome ein, dann gilt der Patient oftmals als Simulant. In vielen Fällen geht es dann zurück an den Arbeitsplatz. Dass sich immer mehr Menschen krankschreiben lassen, ist sicherlich nicht allein auf notorische „Blaumacher“ zurückzuführen. Welt Online berichtete damals folgendes:

„234.000 krank geschriebene Arbeitnehmer sind 2012 von den Kassen zurück an den Arbeitsplatz geschickt worden. (…) In mehr als 234.000 Fällen urteilten die Gutachter des MDK, dass es aus medizinischer Sicht keinen Grund für die Fortsetzung der Arbeitsunfähigkeit gegeben habe und sie deshalb innerhalb von zwei Wochen beendet werden könne.“

Wer sich in seinem Arbeitsumfeld umschaut, wird erkennen, dass immer mehr Menschen mit ihrer Arbeit unzufrieden sind. Sei es durch steigenden Druck, welcher in chronischem Stress ausartet oder dass man seine gewünschte Arbeit nicht ausführen kann, da diese am Markt schlichtweg nicht angeboten wird. Wer eine Arbeit gegen seinen Willen verrichtet, wird sich nicht entfalten und weiterentwickeln können, was nach Jahren oftmals in Frustration und einem erhöhten Aggressionspotential mündet.

Aus dem Gesundheitsreport 2015 geht hervor, dass die Krankschreibungen im Vergleich zu den letzten Jahren leicht zurückgehen. Meine persönliche Interpretation dafür ist: Erkältungen und Erkrankungen werden nicht seltener, sondern die Menschen lassen sich immer weniger krankschreiben. Der Druck am Arbeitsplatz steigt, auch wenn die Qualität darunter leidet und die Kollegen angesteckt werden. Wohin dieses Verhalten früher oder später führen kann, wissen wir alle: Burnout, Aggression, Depression.

Psychische Belastungen auf dem Höchststand – Statistiken sind verfälscht

Interessant dabei ist nicht einmal die Zahl der Krankschreibungen an sich, sondern über welche Bereiche sie verteilt sind. Dabei ist ein deutlicher Anstieg in den Bereichen psychische Belastungen und psychische Störungen zu erkennen. Die Techniker Krankenkasse hatte dabei ausgewertet, dass die Zahl der psychisch Kranken von 2006 auf 2012 um über 70 Prozent gestiegen ist, während andere Bereiche mit nur minimalen Zuwachs verbucht sind. Auf Seite 89 des TK-Gesundheitsreportes 2013 ist dies als Diagramm veranschaulicht. Doch richtig krass ist Folgendes: Der Report sagt auch aus, dass im Jahr 2005 die Zusammensetzung der Untersuchungspopulation verändert wurde:

„Bedingt durch gesetzlich Bestimmungen in Zusammenhang mit der Einführung des Arbeitslosengeldes II (ALG II) konnten längerfristig Arbeitslose als eine überdurchschnittlich von psychischen Erkrankungen betroffene Gruppe bei Auswertungen ab 2006 nicht mehr berücksichtigt werden.“

Im Klartext bedeutet das, dass in der BRD noch weitaus mehr Menschen mit psychischen Krankheitsbildern leben, als in der Statistik aufgeführt ist. Der Anstieg der Zahl der Erkrankten ist in der Realität somit noch weitaus größer als die von der Techniker Krankenkasse ermittelten 70 Prozent.

Selbstverwirklichung als Weg zur Besserung

Nur wenige Menschen trauen sich noch, sich mit ihren Visionen zu verwirklichen oder in die Selbstständigkeit zu gehen. Das Risiko ist oftmals zu groß oder wird als zu groß eingeschätzt. Dies ist unter vielen anderen Punkten ein Grund, warum Menschen unzufrieden mit ihrer Arbeit sind. Dadurch sind sie jedoch auch unzufrieden mit sich selbst und damit auch anfälliger für (mentale) Krankheiten. Wer dazu über längere Zeit einem großen Stresspotential und damit einem erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen ausgesetzt ist und diesen gleichzeitig über die moderne Ernährung nicht ohne Weiteres kompensieren kann, endet im oftmals diagnostizierten Burnout.

Wir wissen auch, dass die Krankenkassen Jahr für Jahr näher an ihre Budget-Grenzen gelangen. Dies ist eine logische Folge immer früher erkennbarer Krankheitsbilder. In vielen Fällen ist dies jedoch mit präventiven Maßnahmen vermeidbar. Vielleicht ist dies auch ein Grund, weshalb einige Krankenkassen Jahr für Jahr immer stärker auf alternative Medizin setzen. Einfach weil die Quote des Heilerfolges wesentlich höher ist, als bei Patienten, deren chronische Krankheiten mit einer ebenso chronischen Medikamentenversorgung reguliert werden.

Was kann man für eine Besserung konkret unternehmen?

Psychische Belastungen sind oftmals ein Auswuchs der Seele, welche nach Veränderung schreit. Dafür sind ganzheitliche Therapien von Nöten. Die Schulmedizin stellt dafür häufig nicht den passenden Rahmen, denn Operationen sind bei diesem Thema außen vor und Pillen helfen nur zur Überbrückung. Wir stehen an dem Punkt, an dem die Schuldmedizin in ihrem stets Symptome bekämpfendem System festgefahren ist. Immer häufiger auftretende chronische Krankheiten sind über Medikation, Operation usw. nicht dauerhaft zu lösen. Patienten bekommen falsche Diagnosen gestellt oder landen direkt in der Kartei der Simulanten. Bereiche wie Ernährung und Seele finden oft zu wenig oder gar keine Beachtung. Daher ist auch kein korrekter Ansatz zur Heilung möglich. Hierfür sind Alternativen wichtiger denn je und dies erkennen – zumindest im Ansatz – glücklicherweise auch die Krankenkassen.

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