Erholsam schlafen – Die körperliche und seelische Regeneration fördern

Erholsam schlafen ist eine wichtige Voraussetzung für körperliche und vor allem auch seelische Gesundheit. Dabei behaupten immer weniger Menschen, jede Nacht in einen ruhigen, tiefen und regenerativen Schlaf zu kommen. Einen erholsamen Schlaf wünschen sich alle Menschen, doch nur ein geringer Prozentsatz kommt in der Nacht wirklich zur Ruhe. Damit verringert sich auch die Möglichkeit, dass sich Zellen und Stoffwechselprozesse regenerieren. Zudem wird unserem (Unter)Bewusstsein die Zeit gegeben, sich neu zu ordnen und für den nächsten Tag auszurichten. Ein dauerhaft erholsamer Schlaf verbessert die Lebensqualität in vielen Bereichen. Welche einfachen Möglichkeiten können wir nutzen, um einen erholsamen Schlaf und damit die Regeneration auf allen Ebenen zu fördern?

Erholsam Schlafen verbessert die Lebensqualität enorm

Während der Nacht sinkt der Spiegel des natürlichen Stresshormons Cortisol. Direkt nach dem Einschlafen wird Renin, ein Hormon der Nebennierenrinde, ausgeschüttet. Dieses steuert die Nierenfunktion und den Blutdruck. Während des Schlafes wird Gewebe repariert und die Zellen des Körpers haben die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Auch das Knochenwachstum und der Muskelaufbau werden während des Schlafes, unter anderem über die Wachstumshormone, gesteuert. Dazu pegelt sich die Atmung auf ein ruhiges und regelmäßiges Niveau ein und versorgt so die Zellen optimal mit Sauerstoff.

Manch andere Funktionen schränken sich während des Schlafes stark ein. So funktioniert zwar der Stoffwechsel auch in der Nacht, doch die Verdauungsapparate laufen nur auf einem Minimum an Leistungsbereitschaft. Vor allem ordnet sich während der Tiefschlaf-Phase das Unterbewusstsein und verarbeitet Gelerntes der vorhergehenden Stunden.

Die Frage ist nun, was wir tun können, um unsere Schlafqualität zu verbessern. Es gibt einige Punkte, die, wenn sie stets beachtet oder die Gewohnheiten darauf umgestellt werden, zu einer verbesserten Schlafqualität und damit zu einem erholten Sein auf allen Ebenen führen können. Ein paar der wichtigsten Dinge, welche die meisten unruhig und nicht erholsam schlafenden Menschen nicht beachten, sind folgende.

9 Punkte für eine bessere Schlafqualität

1. Eine Wohlfühl-Zone schaffen. Das Schlafzimmer sollte ein gemütlicher und ruhiger Ort sein, welcher gut belüftet und niemals so warm wie Wohnzimmer oder Küche sein sollte. Wichtig: Im Schlafzimmer sollten keine elektrischen Geräte stehen. Auch bei der Raumaufteilung sollte etwas genauer überlegt werden. Während viele Menschen die Position des Bettes so wählen, dass sie sich rein von den instinktiven Gefühlen geschützt fühlen, sollten Schrankwände, Kommoden und Beistelltische stets sinnvoll und nicht zu dick aufgetragen erscheinen. Dadurch können wir von den alltäglichen Dingen loslassen.

2. Vor dem Schlafen sollte man kein Stress erleben. Dies ist eine wichtige Regel, die wir schon, meist unbewusst, unseren Kindern beibringen. Vor dem Schlafengehen sollten keine aufregenden Filme oder Videospiele und auch keine Nachrichten geschaut werden. Über das Aussprechen eines kleinen (Dankes-)Gebets, in dem wir für alle Geschenke unseres Lebens danken, lässt viele positive Gefühle entstehen. Mit diesen lässt es sich wesentlich angenehmer einschlafen.

3. Aktive Bewegung sorgt für Ausgeglichenheit. Leichte sportliche Betätigung, ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine allgemeine aktive Bewegung über den Tag hinweg sorgen dafür, dass ein erholsamer Schlaf stattfinden kann. Sind die Muskeln über den Tag beschäftigt, nutzen sie die Regenerationszeit in der Nacht effektiver. Dabei fühlen wir die Verausgabung über den Tag und können beruhigter einschlafen.

4. Die Entgiftung in der Nacht sollte beachten werden. Unser Organismus entgiftet permanent, auch über die Nacht hinweg. Daher ist die Grundvoraussetzung für einen ruhigen Schlaf und für entlastete (Entgiftungs-)Organe: Je basischer und reiner man sich über die Zeit ernährt, desto weniger Arbeit müssen die Entgiftungsorgane in der Nacht vollbringen. Daher ist es auch für den Schlaf sinnvoll und hilfreich, regelmäßige Entgiftungskuren durchzuführen. Wichtig: Das Schlafzimmer stets gut belüften und mit frischem Sauerstoff versorgen. Somit wird über Nacht der Säure-Basen-Haushalt reguliert und gefördert. Der Hintergrund: Durch das Ausatmen von Kohlenstoffdioxid (sauer) und der steten Aufnahme von neuem Sauerstoff (basisch) wird die Entgiftung angekurbelt.

5. Nach 18 Uhr sollte man nichts mehr essen. Es sind nicht nur die Entgiftungorgane, welche entlastet werden sollten, sondern auch der Verdauungsapparat. Daher sollte auf spätes Essen (besonders auf Kohlenhydrate) verzichtet werden. Ideal wäre, die letzte Mahlzeit zwischen 17 und 18 Uhr einzunehmen, welche überwiegend basisch sein sollte. Auch die verzehrte Menge ist dabei entscheidend. Weniger ist hier eindeutig mehr.

6. Elektro-Smog vermeiden. Als Bestandteil der Wohlfühl-Zone ist es ebenso wichtig, dass W-LAN- und UMTS-Verbindungen, Handy und auch der Funkwecker nicht in unmittelbarer Nähe stehen oder am besten ausgeschalten werden sollten bzw. gegen strahlungsfreie Alternativen ausgetauscht werden. Bei unruhigen Nächten und gerade bei Kindern kann es helfen, die Sicherung auszuschalten. Auch Hilfsmittel wie Chi-Stecker und Salzkristall-Lampen können den Raum von Elektrosmog und anderen Strahlungen freihalten.

7. Wechselnde (Nacht-)Schichten sollten vermieden werden. Viele Menschen arbeiten zu stark wechselnden Arbeitszeiten oder generell über die Nacht hinweg. Diese völlig gegen den natürlichen Sinn laufende Gleichmäßigkeit verzerrt auf Dauer den eigenen Bio-Rhythmus und verwirrt Körper und Geist. Zwar können wir uns nach einiger Zeit auf körperlicher Ebene an das Schlafen über den Tag gewöhnen, doch im Sinne der Natur ist dies nicht und kann damit einige Ungereimtheiten fördern.

8. Ätherische Öle dienen der Entspannung. Nach einem aufwühlenden Ereignis oder nach einem stressvollen Tag können für einen ruhigen Start in die Schlafphase ätherische Öle genutzt werden. Öle, welche einen gesunden Schlaf fördern, sind Lavendel und Melisse. Für den wohltuenden Effekt einfach ein paar Tropfen auf das Kopfkissen träufeln.

9. Den eigenen Schlafrhythmus kennen lernen. Viele Menschen denken, sie müssten acht Stunden und mehr schlafen. Dabei ist dies sehr individuell veranlagt. Manche Menschen kommen mit sechs Stunden Schlaf besser aus als mit acht Stunden. Allerdings sei hierbei beachtet, dass der Schlaf vor Mitternacht für viele Menschen erholsamer ist als nach null Uhr.

Durch einen regenerativen, tiefen und erholsamen Schlaf haben wir tagsüber mehr Energie und Ausdauer und auch eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Schaut einmal selbst, wie viele Punkte Ihr davon wirklich umsetzt und hinterfragt Euren Tagesablauf, wenn Ihr unausgeschlafen aufwacht, obwohl Ihr eine Schlafenszeit von sieben oder acht Stunden genutzt habt.

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