Dick ist nicht gleich dick – Die vier Arten des Dickseins

Es gibt Menschen, die brauchen nur wenig Kalorien zu sich zu nehmen und gewinnen trotzdem an Gewicht. Und dann gibt es jene, die scheinbar alles essen können was sie wollen und dabei kein Gramm mehr auf die Waage bringen. Doch wieso ist das so? Für unser Gewichts-Management spielt der Zustand unseres Stoffwechsels eine genauso wichtige Rolle wie der unserer Psyche. Doch wie verhält es sich mit Übergewicht und dem Dicksein an sich? Welche verschiedenen Formen gibt es und wie individuell gestaltet sich das Abnehmen? Denn eines scheint zu gelten: Dick ist nicht gleich dick.

1. Dicksein oder Übergewicht aufgrund von Fetteinlagerungen

Der Klassiker unter den Möglichkeiten des Dickseins und der hauptsächliche Grund: Übergewicht aufgrund von Fetteinlagerungen. Ein paar Kilogramm zu viel hängen meistens mit dem Stoffwechsel zusammen. Dieser lagert aus der überschüssigen Gewinnung von Glucose (Kohlenhydrate) aus unserer Nahrung Reserven (Fette) für schlechte Zeiten ein. Das Problem ist: Diese „schlechten Zeiten“ – zum Beispiel gezwungenes Fasten aufgrund einer Nahrungsmittelknappheit – kommt in der westlichen Welt jedoch so nicht mehr vor.

Das Dicksein durch Fetteinlagerungen resultiert aus einer Kombination aus Kalorienüberschuss, zu wenig Bewegung und auch zu wenig geistiger Arbeit, um die überschüssigen Kalorien und Reserven verbrennen zu können. Zudem gesellt sich ein langsamer Stoffwechsel bzw. ein niedriger Grundumsatz hinzu, sodass selbst bei einer reduzierten Kalorienaufnahme Fett aufgebaut wird. Das Problem ist dabei besonders das Bauchfett, da dieses ein Entzündungspotential mit sich bringt.

Generell sollten keine kurzfristigen Diäten ohne Beratung ausprobiert werden – hier wird über den Jo-Jo-Effekt meistens nur noch mehr Fett aufbaut. Eine anfängliche Lösung wäre in diesem Fall vor allem abends auf Trennkost umzusteigen und ein ausgeglicheneres Kohlehydrat-Protein-Verhältnis in die Mahlzeiten zu bringen. Gleichzeitig können die nachfolgenden Lösungen einen noch weitaus größeren Erfolg bringen.

2. Dicksein aufgrund von eingelagerten Säuren und Schlacken

Eine weitere Möglichkeit für eine Gewichtszunahme ist aufgrund vielerlei Schad- und Giftstoffe gegeben. Diese können im Körper eine Enzymschwäche hervorzurufen. Schadstoffe können unsere körpereigenen Enzyme des Stoffwechsels beeinflussen bzw. deaktivieren, sodass der Stoffwechsel langsamer wird und Schadstoffe nicht mehr ohne Weiteres aus dem Körper gelangen können. Stattdessen werden die Schadstoffe in das Gewebe eingelagert, welche man dann als „Schlacke“ bezeichnet. Zum Thema Schadstoffe und Alltagsgifte berichtete ich bereits hier.

Damit die dort eingelagerten Schlacken und Säuren keinen Schaden anrichten, werden sie unter andrem mit basischen Mineralstoffen gepuffert, mit Wasser verdünnt und/oder mit Fett umhüllt. Letzteres dient als Schutzschicht, um die inneren Organe nicht zu belasten. Probleme die sich bald zeigen können zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Um die Schlacken aus dem Körper zu bekommen muss die der Stoffwechsel unterstützt und die Entgiftung angekurbelt werden.

Eine anfängliche Möglichkeit ist, ausreichend mineralstoffarmes und stilles Wasser zu trinken. Dazu sollte sich eine regelmäßige Bewegung wie Spazieren gehen oder das Schwingen auf einem Zimmertrampolin gesellen. Dadurch werden die Lymphe angeregt und der Abtransport von Stoffwechselendprodukten aus den Zellzwischenräumen (Entgiftung) kann beginnen. Auch helfen Saunabesuche bzw. generell Schwitzen sowie Heilfasten oder Wildkräuter in der Ernährung. Nicht zu vernachlässigen sind auch Nahrungsergänzungsmittel, welche natürliche Vitalstoffe mitbringen und so den Stoffwechsel ankurbeln. Mehr zu dem Thema und was ein gutes Nahrungsergänzungsmittel auszeichnet könnt Ihr hier nachlesen.

3. Dicksein durch Einlagerung von Wasser

Wassereinlagerungen kommen, wie zuvor erwähnt, zumeist von eingelagerten Schadstoffen. Damit diese keinen Schaden anrichten können, werden sie mit Wasser verdünnt. Auch ein zu hoher Konsum von billigem Kochsalz kann zu Wassereinlagerungen führen. Letztendlich schützen uns diese Wassereinlagerungen vor Vergiftung, da sie zusammen mit Mineralstoffen Schad- und Giftstoffe im Körper verdünnen. Hier gelten die gleichen Verfahrensweisen wie beim Entgiften und Entschlacken: Mineralstoffarmes und stilles Wasser trinken sowie eine regelmäßige Bewegung (Spazieren gehen, Schwingen auf einem Zimmertrampolin etc.), um die Lymphe (Entgiftung) anzuregen. Auch helfen Saunabesuche bzw. generell Schwitzen, Heilfasten und Wildkräuter in der Ernährung. Nicht zu vernachlässigen sind auch Nahrungsergänzungsmittel, welche natürliche Vitalstoffe bringen und so den Stoffwechsel ankurbeln.

4. Dicksein durch eingeschlossene Gase

Durch bestimmte Prozesse entstehen bei der Verdauung Gase. Durch Gärung fühlt man sich aufgebläht und unwohl. Noch drastischer ist jedoch Fäulnis, denn dieser liegt ein größeres Problem zugrunde. Um die beiden Punkte zu unterscheiden, gibt es eine leichte Eselsbrücke: Gärung sind viele Darmwinde, die schwach riechen. Fäulnis sind wenige Darmwinde, die stark riechen.

Gärung kann durch viele Situationen entstehen, meist jedoch aufgrund von durcheinanderessen, wenig gut durchgekaute Nahrung oder auch durch eine zu späte Nahrungsmittelaufnahme. Fäulnis entsteht über längere Zeit und bedeutet, dass die Darmflora bereits geschädigt wurde und sich Pilze angesammelt haben. Die Folge sind Darmbeschwerden, ein ständiges Unwohlsein, aber auch Unverträglichkeiten. Der Fachbegriff dafür ist Dysbiose.

Um die schlechte Darmgesundheit wieder aufzubauen, helfen Pro- und Präbiotika. Auch sollten Einläufe oder eine grundlegende Darmspülung in Erwägung gezogen werden. Um weiterhin vorzubeugen, ist es wichtig, die Lebensmittel lange und gut zu kauen und vor allem hinreichend einzuspeicheln, damit die Enzyme im Speichel die Verdauung unterstützen können. Auch sollte zwischen den Mahlzeiten eine Pause von mindestens fünf Stunden liegen und nur maximal zwei bis drei verschiedene Lebensmittel zeitgleich verzehrt werden. Nährboden für eine Dysbiose bietet auch industriell gefertigter Zucker, welcher vor allem bei einer schlechten Darmgesundheit mit Pilzanfall (zum Beispiel Candida Albicans) zumindest für einige Wochen ausgeschlossen werden sollte.

Emotionen, Stress und psychische Belastungen

Nicht zuletzt spielt bei der Gewichtszunahme auch die Psyche eine große Rolle. Emotionaler Stress wie Kummer und dauerhafte Sorgen, eine stetige Gedankenarbeit oder aber das Gefühl, dass sich um einen gesorgt wird – all das kann zu Gewichtsveränderungen im Körper führen. Es gibt wissenschaftliche Berichte, die behaupten, dass sogar bis zu 80 Prozent unseres Stoffwechsels (und damit die Verbrennung von Kalorien) durch mentale Leistung stattfindet. Pauschal gesagt bedeutet dies: Kreative und energetisch aktive Menschen sind öfters schlank als Menschen, welche einer routinierten Arbeit nachgehen. Wie stark die Psyche und unsere (energetische) Einstellung zum Leben wirklich dazu beitragen, ob wir dick sind oder nicht, ist zum heutigen Tag jedoch nicht geklärt.

Wie bei allen Themen sehen wir also, dass Dicksein ein komplexes Thema ist, welches nicht auf zu viel Essen oder Kalorienüberschuss reduziert werden darf. Die Ursachen sind – wie bei so vielen Dingen – individuell und ganzheitlich zu suchen. Dick ist nicht gleich dick – mit diesen Impulsen sollten die Herangehensweise an das Abnehmen etwas deutlicher sein. Für alle weiteren Fragen bitte ich Euch Kontakt zu mir aufzunehmen.

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