Alltagsgifte – Deren Wirkung auf uns und wie wir sie vermeiden können

Es wird geschätzt, dass wir mittlerweile täglich von etwa 30.000 bis 50.000 verschiedenen alltäglichen Schadstoffen umgeben sind. Während einige Alltagsgifte weniger schädlich sind, stellen andere eine große Bedrohung für den menschlichen Organismus dar. Eine dauerhafte Belastung mit Giften sorgt für inaktive Enzyme, was wiederum eine Grundlage für Stoffwechselprobleme darstellt. Noch gravierender sind Kreuzverbindungen und Kreuzwirkungen der Schadstoffe untereinander, die noch nicht im Ansatz erforscht sind. Wie können wir Alltagsgifte vermeiden oder präventiv sinnvoll entgegenwirken?

Der Medienrummel ist schon da

In diesem Beitrag möchte ich auf einige – natürlich bei Weitem nicht alle – gesundheitsschädigende Stoffe und Gifte eingehen, welche uns täglich umgeben. Dass dieses Thema sehr brisant ist, zeigen Beiträge aus diversen Print-Medien (Focus, Stern, nochmal Focus). Zum Einstieg möchte ich diese unkommentiert zitieren.

(…) Das Verbrauchermagazin „Markt“ des NDR hat im Februar verschiedene Lebensmittel aus China getestet, die schon wegen Schadstoffbelastung aufgefallen waren. Dabei war vor allem das Ergebnis für getrocknete Pilze alarmierend: Einige Proben enthielten hohe Konzentrationen an Nikotin, weit über der Toleranzgrenze. Nikotin setzen chinesische Produzenten als Mittel gegen Insektenbefall eingesetzt, während diese Verwendung in Europa und den USA verboten ist.

Ernährungs-Fachleute unterscheiden fein zwischen Rückständen von Schadstoffen und Verunreinigungen: Verunreinigt ist ein Lebensmittel, wenn es problematische Substanzen enthält, die nicht absichtlich zur Herstellung eingesetzt werden. Solche Stoffe stammen aus der Umwelt, wie Dioxin oder Schwermetalle. Oder sie entstehen unabsichtlich während der Verarbeitung, wie Benzpyren, das sich beim Grillen am Fleisch sammelt. Rückstände sind Reste von Substanzen, die Hersteller gezielt zur Produktion der Lebensmittel verwenden. Bauern setzen zum Beispiel absichtlich Masthilfen oder Tierarzneien ein, um ihre Tiere schneller schlachten zu können. Oder sie benutzen Unkrautvernichtungsmittel, um ihr Getreide zu besprühen. (…) Pestizide sind künstlich hergestellte Stoffe. Über 800 Wirkstoffe werden weltweit verwendet, am häufigsten sind Mittel, die Fraßfeinde der Pflanzen töten (Insektizide), Gifte, die Unkraut vernichten (Herbizide) und Substanzen, die Pilzbefall verhindern sollen (Fungizide).

Etwa 3,7 Millionen Todesfälle lassen sich laut WHO-Hochrechnung auf Smog in der Umgebungsluft zurückführen. Sogar etwas mehr Todesfälle, nämlich 4,3 Millionen, haben verschmutzte Luft in Gebäuden als Ursache. Weil zahlreiche Menschen beiden Arten von Luftverschmutzung ausgesetzt sind, ergibt sich eine statistisch hochgerechnete (nicht absolute) Gesamtzahl von sieben Millionen.

Wie können wir uns konkret den uns umgebenden Schadstoffen entziehen? Ist dies heutzutage überhaupt noch möglich? Zu einhundert Prozent wird sich niemand vor der gesamten Palette an Schadstoffen bewahren können. Es gibt jedoch genügend Ansätze und gesunde Alternativen, um einen Großteil der Alltagsgifte aus dem Weg zu gehen und zusätzlich präventiv gegen bestehende zu wirken.

1. Hochwertige Lebensmittel kaufen

Belohnt Euch mit hochwertigen und lokalen Lebensmitteln. Umso günstiger ein Nahrungsmittel ist und umso internationaler es angebaut und angeboten wird, umso höher sind die enthaltenen Schad- und Giftstoffe (Pestizide, Schwermetalle, Konservierungsmittel usw.). Dazu kommt meist auch eine genetische Veränderung oder Zusatzstoffe, welche genetisch verändert wurden. Gleichzeitig führt man mit qualitativ höherwertigen Lebensmitteln dem eigenen Körper auch mehr Vitalstoffe zu, welche den vorhandenen Schadstoffen wiederum trotzen.

2. Zertifizierte Naturkosmetik unterstützen

Besonders in unseren Hygiene- und Pflegeprodukten wimmelt es vor chemischen Substanzen. Teilweise finden sich darin sogar Restbestände der Metall- und Ölindustrie (zum Beispiel Paraffine) wieder. Diese Stoffe gelangen über unsere Haut in unseren Körper. Nicht zu vergessen sind künstliche Fluoride in Zahnpasta, die es Schadstoffen erleichtern, über die Blut-Hirn-Schranke in unser Gehirn vorzudringen. Tenside in Shampoos machen hingegen die Haut durchlässiger. Letzteres gilt eben auch für die in den Produkten enthaltenen Schadstoffe.

3. Auf Verpackungsmaterialien achten

Achtet auf die Verpackungsmaterialien Eurer Lebensmittel (und auch anderen Waren des täglichen Bedarfs), denn in diesen Verpackungen stecken meist viele Schadstoffe (Plastik, Weichmacher, Aluminium etc.), welche zum Beispiel durch den Einfluss von Sonnenlicht oder aber zumeist durch billige Zusatzstoffe (zum Beispiel Citronensäure E330) herausgelöst werden können. Bei Aluminium ist es ein besonderer Fall, denn im Gegensatz zu Silber und anderen Edelmetallen ist es ein unedles Metall. Diese haben die Eigenschaft, mit Salzen und Säuren zu reagieren. Wird nun also zum Beispiel ein gesalzenes oder ein an sich salziges oder saures Lebensmittel in Alufolie eingewickelt, reicht dies bereits aus, um Bestandteile des Aluminiums herauszulösen. Noch brisanter wird es bei oben genannter Citronensäure oder auch Kohlensäure, welche in nahezu allen Konserven- und Getränkeverpackungen stecken.

4. Schadstoffe in Mietwohnungen, Autos und Textilien

Alltagsgifte in Häusern und Wohnungen sind ein weiteres Problem der heutigen Zeit, denn vor allem in Mietwohnungen werden billige Materialien zur Dämmung oder zur Erhaltung des Bodens benutzt. Diese dünsten oftmals noch jahrelang aus und belasten vor allem im Schlaf unsere Lungen. Gleiches gilt übrigens auch für Innenräume von Neuwagen („Neuwagenduft“). Weitere Beispiele sind Belastungen in öffentlichen Gebäuden, besonders in Schulen. Lehrer und Schüler sind gleichermaßen betroffen. Der Nachweis ist dafür nicht einfach zu führen, denn oftmals übersteigt die Belastung einen Zeitraum von Jahren bis Jahrzehnten. Rückwirkend ist es dann schwierig, den Einfluss verwendeter Materialien auf die Gesundheit nachzuweisen. Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden kann es problematisch werden, auch die gesamte Umwelt, besonders in mittelgroßen bis großen Städten, versorgt unsere Lungen mit Staub-, Schwermetall- und Schmutzpartikeln. Zusätzlich sind günstig neu gekaufte Textilien heute stark belastet, besonders mit Schwermetallen (wird in der Herstellung für die Färbung benötigt) sowie Anti-Schimmel-Mitteln.

5. Körpereigene Schadstoffe

Alltagsgifte, die uns umgeben, sind nicht nur externen Faktoren zuzuordnen. Denn es gibt eine große Zahl an Schadstoffen, welche in unserem eigenen Körper entstehen. Freie Radikale bilden sich durch jeglichen Stoffwechselprozess, steigen jedoch durch Stress oder Leistungssport in ihrer Zahl massiv an. Den Darm belastende Gifte lassen die Darmflora auf Dauer in einer Dysbiose münden, welche daraufhin unser Immunsystem schwächt. Auch hier muss unser Körper permanent gegensteuern, zumindest wenn die dafür benötigten Vitalstoffe vorhanden sind. Sind diese nicht vorhanden, muss er Raubbau am eigenen Körper betreiben. Eine ausgeglichene, hochwertige und vor allem antioxidative Ernährung kann hier Wunder wirken.

Ein effizienter Stoffwechsel ist der Schlüssel

Wir können uns einem Großteil dieser Schadstoffe nicht mehr entziehen. Daher ist es wichtig, die Entgiftungsfunktionen unseres Körpers zu unterstützen, damit jene (Stoffwechsel)Enzyme, die von den Giftstoffen blockiert werden, fehlerfrei funktionieren. Dies geschieht unter anderem durch (Wild)Kräuter oder Algen (Spirulina, Chlorella) in der Ernährung, Fasten- und Entschlackungskuren, hochwertige und natürliche Nahrungsergänzungsmittel oder durch Natur- und Vulkan-Mineralien wie Bentonit und Zeolith. Auch wichtig ist das Trinken von stillem und eher mineralstoffarmen Wasser. Darüber wird die Ausleitung der in unserem Körper enthaltenen Schadstoffe sowie der eingelagerten säurehaltigen Stoffwechselendprodukte gefördert.

Dieser kleine Einstieg in das Thema Alltagsgifte und deren Einfluss auf unseren Körper verdeutlicht, wie komplex es letztlich ist. Es ist ein Thema der jetzigen Zeit und wird in Zukunft noch stärker vertieft werden müssen, auch seitens der Schulmedizin. Denn die heutige Belastung mit Schadstoffen und Stress können wir nicht mehr ausschließlich über die Ernährung kompensieren. Daher ist es wichtig, bereits präventiv vorzusorgen und gesunde, natürliche Alternativen für alle Lebensbereiche zu nutzen.

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