Aktive Bewegung – Wie wirkt sie sich auf unseren Organismus aus?

Warum treiben wir überhaupt Sport? Welche Rolle nimmt Sport in unserem Leben ein? Sind wir gesünder, umso sportlich aktiver wir sind? Und wie definieren wir sportliche Betätigung überhaupt? Sport ist Mord heißt es so oft im Volksmund – und daran ist tatsächlich etwas dran. Oftmals reicht eine leichte aktive Bewegung aus, um in unserem Körper vitalisierende Prozesse zu fördern. Stellen wir uns der Frage: Was ist der Sinn hinter einer sportlichen Betätigung?

In erster Linie möchten wir uns mit körperlicher Betätigung fit halten. Wir möchten die Haut straffen, Fett verbrennen oder einfach abends besser einschlafen können. Doch welcher Mechanismus in unserem Körper steckt dahinter?

Bewegung fördert Stoffwechselprozesse

Die Gleichung ist einfach: Umso mehr wir uns bewegen, umso besser arbeitet unser Stoffwechsel. Fit sind wir nämlich dann, wenn unser Organismus alle Stoffwechselendprodukte aus den Zellzwischenräumen entsorgen und diese gleichzeitig mit Nährstoffen (Makronährstoffe und Mikronährstoffe) auffüllen kann. Unsere Zellen arbeiten dadurch regelmäßig und effizient. Wir fühlen uns gesund und munter.

Dieser Vorgang wird bereits durch eine aktive Bewegung (Spazieren, Treppensteigen, Schwimmen) gefördert, da durch die Muskelkontraktionen die Lymphflüssigkeit dazu befähigt wird, Schadstoffe aus den Zellzwischenräumen abzutransportieren. Durch den Abtransport der Stoffwechselendprodukte, welche anschließend über die Entgiftungsorgane ausgeschieden werden, kann der Stoffwechsel auch besser Nährstoffe in die Zellzwischenräume bringen und damit schneller Zellen versorgen.

Ein nicht zu verachtender Punkt ist auch die richtige Atmung. Selten holen wir tief Luft oder achten auf eine regelmäßige, nicht zu flache Atmung. Genau das geschieht bei der sportlichen Betätigung. Bei schnelleren Bewegungen holen wir verstärkt Luft und atmen dadurch wesentlich tiefer ein, was größere Mengen Sauerstoff in die Lungen pumpt und damit den Blutkreislauf besser mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig wird mehr Kohlendioxid über die Lungen ausgeatmet. Dieser Vorgang unterstützt wiederum die Entsäuerung und reguliert damit den so wichtigen Säure-Basen-Haushalt.

Man könnte auch sagen, dass regelmäßige Bewegung an der frischen Luft uns ein Stückchen basischer werden lässt. Wir fühlen uns dadurch fitter und geistig wacher. Eine aktive Bewegung ist daher der Gesundheit absolut dienlich und dies ist genau das, was wir mit aktiver Bewegung problemlos erreichen können. Dazu braucht es keine Geräte oder Sportstudios.

Der ein oder andere wird sich über die aktive Bewegung hinaus früher oder später für ein oder zwei Sportarten entscheiden. Dem einen liegt das Joggen am Herz, dem anderen das Schwimmen, der nächste wiederum möchte seine Muskeln aufbauen. Leichte sportliche Betätigung ist bereits sehr effektiv, doch auch eine größere sportliche Aktivität kann gesund sein, wenn es im richtigen Maße und mit dem richtigen Bewusstsein ausgeübt wird. Leider sieht es in der Realität oftmals so aus, dass der normal- und untergewichtige (ektomorpher Typ) Ausdauersport betreibt, der korpulente (endomorpher Typ) Kraftsport praktiziert und der von Natur aus mit einigen Muskeln bepackte (mesomorpher Typ) oft gar nichts macht. Mehr über die unterschiedlichen Typen des Körperbaus erfährst Du in meinem Beitrag über die Konstitutionstypologie.

Konstitutionsgerechter Sport

Ein typischer Denkfehler ist, dass ektomorphe Typen gern Ausdauersport betreiben, weil sie sich generell leicht fühlen und schnell vorwärts kommen. Jedoch sollte es in seinem Bestreben sein, kein Fett zu verbrennen. Dies wird jedoch nach spätestens 30 Minuten Ausdauersport geschehen. Endomorphe Typen möchten gern Fett in Muskeln umwandeln. Dabei vergessen sie jedoch, dass Gelenke und Wirbel einer starken Belastung ausgesetzt sind, da aufgrund des Übergewichtes meist Verkrümmungen und Fehlstellungen vorliegen. Durch das Training können sich diese noch weiter verschlimmern. Mesomorphe Typen sind meist von Natur aus gut gebaut, wofür sie auch nicht viel tun müssen. Doch eine aktive Bewegung benötigen wir alle, um den Stoffwechsel zu unterstützen.

Ein weiterer Praxisfehler: Eine ausgeglichene und angebrachte Ernährung für sportliche Aktivitäten wird zumeist völlig außer Acht gelassen. Auch hier sollte jeder Mensch anders aufgestellt sein, je nach Konstitutionsklasse und Bedarf. Eine Mehr-Belastung durch Sport bedeutet auch immer einen höheren Verbrauch wichtiger Vitalstoffe. Für Sportler und generell unterstützend für eine gesunde Lebensweise sind daher qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel. Ideal geeignet sind natürliche, den Stoffwechsel ankurbelnde Nahrungsergänzungen.

Ist Sport doch kein Mord?

Kommen wir zum Thema Leistungssport. In Abhängigkeit der individuellen Umstände kann Leistungssport dazu führen, dass der Organismus mehr Schaden als Nutzen davon trägt. Dies geschieht vor allem dann, wenn wir ständig versuchen, Aggressionen über Sport zu lösen. Dann bringen wir meist nicht nur negative Gedanken zum Ausdruck, welche wiederum Stresshormone freisetzen können, sondern überanstrengen uns auf körperlicher Ebene ebenso schnell. Sport soll befreien, nicht stressen.

Gleiches gilt für die Sportler-Sucht, immer weiter über seine Grenzen hinaus zu gehen und immer mehr schaffen wollen. Ein zu schnelles Wachstum – und sei es hierbei das Wachstum von Muskeln – ist für unseren Organismus nicht förderlich. Bei einer Überreizung bzw. starken Überanstrengung der Muskelzellen entsteht in ihnen Milchsäure. Das Resultat daraus heißt spätestens am nächsten Morgen: Muskelkater. Dauerhaft kann dieser zu einer Übersäuerung des Organismus beitragen und damit den Säure-Basen-Haushalt in eine Deregulation bringen.

Und gerade dies möchte man mit Sport doch eigentlich vermeiden – es ist den vielen Sportreibenden nur nicht bewusst ist. Daher ist ein Training, welches über eine leichte aktive Bewegung hinaus erstreckt, stets mit dem eigenen Körper-Bewusstsein abzugleichen. Wie ist meine Ernährung? Warum möchte ich Sport treiben, was ist mein Motiv? Wie ist meine körperliche Ausgangslage? Besonders Fehlstellungen der Wirbelsäule sind dabei nicht zu unterschätzen. Werden diese Fehlstellungen über den lokalen Muskelaufbau gefördert, können bestimmte Nerven gereizt werden. Damit kann zu allerhand Krankheitsbildern beigetragen oder bestehende verstärkt werden. Deshalb sollte vor einer dauerhaft zu praktizierenden sportlichen Betätigung zuvor nach Fehlstellungen der Wirbel nachgeschaut werden. Ein Chiropraktiker ist dabei hilfreich.

Eine aktive Bewegung ist Pflicht

Aus Sicht der Naturheilkunde sollte stets in Abhängigkeit der verschiedenen Konstitutionstypen individuell entschieden werden, wenn man eine bestimmte Sportart oder ein bestimmtes Training durchführen möchte. Eine aktive Bewegung in Kombination mit einer leicht angepassten Ernährungsweise mitsamt ausreichend über den Tag verteiltem Wassertrinken bringt in den meisten Fällen bereits das gewünschte Ergebnis.

Das Wichtigste dabei ist, seinen Körper zu kennen und mit ihm an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Dafür ist unter anderem die Konstitutionstypologie von William Sheldon ein interessantes Hilfsmittel, welche eine übergeordnete Einschätzung des eigenen Körpers erlaubt.

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